Geistige Beschränkung durch Angst

2017  ::   Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen einem Verhalten aus ernsthafter Sorge oder aus angstgesteuertem Verhalten. Im ersteren Fall treffen wir vorsichtige, gut überlegte Entscheidungen. Im Angstzustand werden Entscheidungen mit eingeschränkter Vernunft getroffen. Dies bringt uns in (nicht gewollte) Situationen, wohin uns die Angst spontan treibt.   

Das gilt für alle Lebensbereiche: privater Bereich, Schule, Beruf, gesellschaftliches Engagement, Umgang mit Behörden oder (großen) Unternehmen.  

 

Angstgetrieben bedeutet: Nicht Ich bestimme mein Handeln, Umstände oder andere Personen bestimmen über mich. Ich bin in einem passiven Zustand. Ich lasse mich treiben oder werde gezielt getrieben.

Populisten oder generell Meinungstreiber arbeiten mit dem Instrument: Angst machen.
Gelingt dies, folgen die Verängstigten blind vor Angst dem angebotenen, scheinbar alternativlosen Ausweg.


Die laufen dann genau da hin, wohin sie der Manipulator haben will.  
Eigene Überlegungen, kritisches Hinterfragen dieses Weges des Retters sind nicht erlaubt, das ist wie Verrat am Erlöser.

Das Gegenstück zu “getrieben von Angst” ist in etwa “verführt, gelockt durch niedere Triebe”: Gier, Eitelkeit, (falscher) Stolz, Sex, Macht, Geld - sowohl einzeln oder in Kombination.
Auch diese Antriebe werden manipulativ eingesetzt.

Beiden Zuständen ist gemeinsam:
Sie dominieren die eigene Persönlichkeit ! - Sie unterdrücken das eigene Ich.
Die Angst treibt uns von links nach rechts, dann lockt uns wieder etwas von rechts nach links. Wir sind so immer in Bewegung, kommen aber nie voran.

Nie einen Moment in Ruhe, um der eigenen getriebenen Situation bewußt zu werden.
Keine Chance in dieser Verfassung das zu erreichen, dass ich mich als richtig und gut fühle.

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