Negative Lebensumwelt

Sept. 2015  ::  Beispiele für vorhandene Mißstände oder Mißstände die weiter "gepflegt" werden und auf diese Weise noch weiter wachsen können, davon gibt es praktisch ohne Ende aufzuzählen. Aus allen Lebensbereichen.

 

Ob im direkten persönlichen Umfeld oder als gesellschaftliche, politische Fehlentwicklung. Ziemlich egal auf welchen eigenen Lebensbereich man schaut, es gibt überall mehr oder weniger ernsthafte Mißstände.

 

Zu mindestens einem der u.a. Bereiche hat praktisch Jede(r) einen Bezug und könnte aus seiner Lebenslage heraus einen Beitrag zu einer Verbesserung beisteuern - ohne Risiko.  

Gesellschaftlich getragene Grundwerte:

Gibt es das noch, gemeinsam getragene Werke, falls ja, wobei?

Beim Thema “Flüchtlinge” kommt nach der Erst-Begeisterung eine Ernüchterung. Die Diskussion darüber ist aber sehr oberflächliche, betrifft nur die Symptome, aber nicht die Ursachen des Themas.

Zu einem Rand-Thema verkommt vergleichsweise dazu der Dieselgate von VW. Wobei dies relativ wirklich das deutlich kleinere Problem ist.

 

Umwelt, Gesundheit:

Wir essen Lebensmittel, ohne uns darum zu interessieren, was da alles an “Additiven” mit dabei ist, welche Auswirkungen diese auf uns haben.

Wir nehmen Arzneimittel zu uns, mit welchem Vertrauen ?  Dass uns der Hersteller ehrlich über Nebenwirkungen informiert ? Dass der Preis in angemessen ist, erwarten wir schon gar nicht mehr.

Vegetarisch soll ethisch hochwertiger sein, nicht jedoch die großflächige Zerstörung von Böden mit einem bisher intaktem Bodenleben; industrielle Monokulturen sind es, welche z.B. die nötige Sojamenge herstellen. 

 

Wir wollen Biokraftstoff im Tank, schauen aber weg beim kriminellen Landraub, der dahinter steckt, um solche Mengen zu produzieren.

 

Die nährende Mutterbodenschicht auf unserem Planeten ist gerade mal 30 cm dick. Dieser wird von der Agrarindustrie jedes natürliche Leben mit Gift und Überdüngung ausgetrieben wird ? Aber wen interessiert das schon, es gibt doch alle Lebensmittel bei Aldi oder Edeka.

Viel zu hohe Nitratwerte in 75% des deutschen Trinkwasser; ist ja nur unsere einmalig gegebene Gesundheit die dadurch beschädigt wird; sind ja nur 75% der Leute. Auch eine Errungenschaft “moderner” Landwirtschaft, die man in dieser Form als Retter der Menschheit sieht.

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Technik:

Ich kaufe ein Auto, und erwarte schon, dass mich der Hersteller beim angegebenen Verbrauch betrügt. Eine neue Waschmaschine hält durch bis kurz nach der Garantiezeit; und danach lohnen sich “teure” Reparaturen nicht mehr. Ähnliches gilt für Handy, TV, Bohrmaschine oder PC. Die Billigtaschenlampe wirft man schon nach vier Wochen weg, wenn sie Funktionsprobleme hat.

 

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Wirtschaft, Arbeitswelt:

Betrug am Kunden ist “normal”; ganz normal, dass dem Tankstellenkunde ohne sachlichen Grund möglichst viel Geld abgenommen wird;  ein großer Konzern würgt kleine Zulieferer, auch normal. Ohne Ellenbogen gegen andere im Beruf einzusetzen kann man keine Karriere machen. Wer Menschlichkeit im Arbeitsumfeld erwartet, der würde realitätsfremd sein.

Wo ist unsere soziale Marktwirtschaft geblieben?

 

Medien/ Internet:

Welche Glaubwürdigkeit haben noch Meldungen in den Medien, erst recht anonyme Äußerungen im Internet?

Gerade hier scheint das Prinzip zu herrschen: Je weniger Fakten bekannt sind, umso sicherer werden Ansichten verbreitet.

Hoch bezahlte, thematisch spezialisierte PR-Agenturen bauen für Politik oder Unternehmen Scheinwelten auf, die so schlüssig erscheinen, dass sie geglaubt werden.

 

Mensch + Gesellschaft:

Der “normale” Autofahrer von heute scheint unfähig zu sein, eine lebensnotwendige Rettungsgasse zu bilden; weshalb?

Für möglichst alle Lebenssituationen erwarten wir risikofreien, idiotensicheren Rundum-Service. Wer aber braucht idiotensichere Verfahren ?

Welche gemeinsamen Werte gibt es noch, auf die man sich verlassen kann?

Welche Wertvorstellungen sind stärker: Diejenigen welche eine Gemeinschaft zusammenhalten, oder die “Ich-will-mein-eigenes-Ding-machen”-Einstellung, was jedes Gemeinschaftsleben atomisiert?

In vielen Lebensbereichen verlieren wir unsere Souveränität - beginnend vom Kind bis ins Alter.

Was hat sich bei uns Menschen so nach unten entwickelt, dass wir ohne allumfassende Betreuung so überlebensunfähig sind?

 

Bildung:

Jeder will sich selbst verwirklichen. Zu jedem Schuljahresbeginn findet das Trauerspiel statt, dass sich keine Kandidaten als Elternvertreter melden. “Keine Zeit” als erbärmliches Argument, sich lieber aus allem rauszuhalten; das Recht auf Meckern auf vermeintliche Mißstände im Bildungsbereich glaubt man jedoch weiterhin zu haben.

 

Forschung, Wissenschaft:

Was gibt es noch an Forschung unabhängig von Konzern-Geldern?

 

Politik:

Welche Kräfte bestimmen politische Entscheidungen auf den verschiedenen Ebenen in unserem Lande?

Ist dieser Souverän über alle gesellschaftliche relevante Weichenstellungen noch der Bürger?

Bei EU-Entscheidungen wundert man sich schon längst nicht mehr darüber, dass Lobby-Interessen dominanten Einfluss haben. Fertige Formulierungen werden geliefert, um Normen zu definieren oder Normierungen mit EU-weit gültigem Gesetzes-Charakter zu schaffen; zu wessen Nutzen ?  

 

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