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Mensch sein + bleiben

.... UND ES GEHT DOCH :

 

2014  ::  Die Erwartungen an menschenwürdige Umgangsformen und Lebensverhältnisse verschlechtern sich. Den menschenverachtenden Einflüssen mit Macht und Geld traut man mehr Kraft zu als der Möglichkeit, in solcher Umgebung ein anständiger Mensch bleiben zu können. 

Gleichzeitig ist jedem mit gesundem Menschverstand bewusst, das wirklich Großes nur gelingen und  Bestand haben kann, wenn es von menschlich tiefgehender Begeisterung und Überzeugung getragen wird.

Heutzutage zählt doch nur noch das Geld, diesen Satz hört man, wenn das Gespräch auf menschliches Verhalten kommt. Wenn man da nicht mitziehen würde, ginge man unter.

Wie schnell dann all der schöne Schein der auf Geld baut weg sein kann, hat die 2009 begonnene Finanzkrise gezeigt; oder ein Eike Batista: Der ehemals reichste Brasilianer verlor in weniger als 1 Jahr ca. 99% seiner vormals über 30 Milliarden Dollar. Schnell können vormals scheinbar wertvolle Papiere über Nacht zu “giftigen” Papieren werden.
Ein menschlich schöner Moment dagegen bleibt wertvoll und leuchtet das ganze Leben.


Der größte Feind ...
... kluger, humaner Entscheidungen sind nicht dumme Menschen - sondern - Heere von intelligenten Menschen, die für pure persönliche Bequemlichkeit (immer "normal" verhalten, nicht aus der Reihe fallen, nur nicht einmischen), für Geld, Karriere oder Macht bereit sind, alles zu vergessen, was uns als Mensch wichtig ist.
Statt dessen kritiklos ausführen, was andere von einem erwarten, wofür andere bezahlen.
Es sind z.B. nicht "böse" Mineralölgesellschaften, die uns an der Tankstelle das Geld aus der Tasche ziehen. Das machen brave, seriöse, harmlose Mitbürger, die an ihrem Arbeitsplatz dafür ihre ganze intellektuelle Fähigkeit einsetzen: Wie können wir auf trickreiche Weise den Tankkunden, selbst dem eigenen Nachbarn, mehr Geld aus der Tasche ziehen.

So verrückt können nur Menschen sein:
Der Verlust an Menschlichkeit im Alltag wird als zerstörerisch für den Zusammenhalt der ganzen Gesellschaft empfunden. Man sieht wohl, was absolut nicht in Ordnung ist, findet aber “vernünftige” Gründe für das eigene Nichtstun oder gar mitmachen.

Paradoxie unserer Zeit:  
Was wird heute zunehmend immer weniger als gesellschaftlicher Standard erwartet:  Diese unverzichtbar wichtige Menschlichkeit, denn: Die Zeiten “sind heute nun halt mal so”.

Dass  wir für den Umgang mit uns nichts sehnlicher wünschen, als Mensch respektiert zu werden, diesen Wunsch sieht man als unrealistisch an. 

Getan wird für ein gutes Miteinander dann vorsichtshalber lieber nichts (“da sag’ ich nichts dazu”, "da halt' ich mich raus"), man überlässt kampflos den “Bösen” das Feld - und klagt über die schlimmen Zeiten.

 

 

Wohin führt dieser Status Quo logischerweise hin ?

... kann man da etwas tun -oder- ist das eine unausweichliche schicksalhafte Entwicklung ? 
 

JA ! - Praktisch jede(r) kann etwas tun.

Etwas Handlungsspielraum für normales menschliches Miteinander gibt es immer.

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